edition silvestre präsentiert: Utopie Magazin #1 | Fr. 13. November

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Ein Magazin macht sich auf, die Vorstellungswelten der Utopie zu reanimieren.

Paul Valéry sagte einmal, dass er die Lektüre nähme wie ein Jäger den Wald nimmt. Er ließe seine Augen über den Text wandern, zwischen dem Gewirr der Zeilen, zwischen Busch und Laub, und wenn er etwas interessantes sähe, hielte er inne und es stockte ihm der Atem. Ist es noch möglich, den Atem des Lesers stocken zu lassen, wenn die Schrift gestorben ist?

Die Utopie hat keine binäre Beziehung mit der Realität, sie ist kein Kompromiss zwischen unmöglich/möglich. Vorher ist sie eine unkontrollierbare Kraft, die unserer prekären und wechselhaften Realität innewohnt. In diesem Sinne betonen wir, bevor wir die Utopie als den Plan einer Zukunft vorschlagen, als TOPOI, die der Materialisierung bedürfen, die prozesshafte Tugend ihrer Vergegenwärtigung im Geiste – hier /IN/ uns, dieser Alchemie, die die Summe von Seele, Geist, Verstand, Körper, Sinnen, Haut, Eingeweiden überschreitet -, als /einen permanenten Angriff auf die Realität.

Für eine bestimmte abtrünnigeDenkart, eine Denkart, die wir als die poetische Denkart bezeichnen können, bedeutet utopische Angriffe in Umlauf zu bringen, im äußersten das Risiko einer Wirkung, die über sich selbst hinausgeht und das politische Leben trifft.

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