Zwei Bäume machen einen Wald – Über Gedächtnis und Migration in Taiwan

Jessica J. Lee

28.00 

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  • Matthes & Seitz Berlin
  • 2020
  • ISBN 9783957579614
  • 215 Seiten
  • Gebunden
  • 23 × 15 × 2 cm

Auf den Spuren ihres verstorbenen Großvaters führt Jessica J. Lee uns durch die Natur- und Kulturgeschichte Taiwans

Als Jessica J. Lee durch Zufall die gut versteckten Aufzeichnungen ihres verstorbenen Großvaters in die Hände fallen, entschließt sie sich, nicht nur ihrer Familiengeschichte nachzuspüren, sondern auch die Insel zu erkunden, auf der ihre Großeltern den Großteil ihres Lebens verbrachten: Taiwan. Im Bestreben, diese zwischen tektonischen Platten und gegensätzlichen Kulturen gelegene Insel der Extreme zu erforschen, legt Jessica J. Lee frei, inwiefern menschliche Schicksale mit geografischen Kräften zusammenhängen. Angetrieben von dem Wunsch, zu verstehen, welche Erschütterungen ihre Familie erst von China nach Taiwan und schließlich nach Kanada führten, spürt sie anhand dieser Insel mit ihren hohen Bergen, dem offenen Tiefland und den dicht bewachsenen Wäldern der Migrationsgeschichte ihrer Vorfahren mit all ihren Abgründen und Geheimnissen nach. Lee führt uns durchs Gebirge, in denen die Taiwangoldhähnchen zu Hause sind, berichtet von seltenen Vögeln und schwimmt in zedernbedeckten Seen. Doch jenseits ihrer persönlichen Erkundungen wirft Lee auch einen kritischen Blick auf die ehemaligen Kolonialherren Taiwans.

Leseprobe

Jessica J. Lee, geboren 1986 in Ontario (Kanada), hat Landschaftsgeschichte und -ästhetik studiert. Sie wurde mit dem RBC Taylor Prize Emerging Author Award ausgezeichnet und gehört zur Gründungsredaktion von The Willowherb Review. Zuletzt erschien ihr Buch Mein Jahr im Wasser. Tagebuch einer Schwimmerin (Piper, 2017). Die kanadisch-britisch-taiwanesische Autorin lebt in Berlin.