Kuriose Welten #17: Judith Zander liest “Der lebende Berg“ von Nan Shepherd

Die Autorin und Übersetzerin Judith Zander stellt im Zabriskie-Buchladen Nan Shepherds Nature-Writing-Meisterwerk “Der lebende Berg“ vor, welches sie gerade für Matthes & Seitz Berlin ins Deutsche übertragen hat. Sie wird Ausschnitte aus dem Buch lesen, welches der Guardian “das schönste Buch über die Natur und die Landschaft Grossbritanniens” nannte.

Auf ihren unzähligen Reisen in die schottischen Cairngorm Mountains begegnete Nan Shepherd einer atemberaubend schönen wie schockierend harten Natur. In ihrem wichtigsten Buch – ein Kondensat der aufwühlendsten Erfahrungen – gelingt es ihr, diese Naturerlebnisse auf unvergleichliche Weise zu schildern: Felsen, Wiesen, Weiden und Tiere sowie dem menschlichen Auge zuweilen verborgene Geheimnisse der Natur einer unvergleichlichen Landschaft. Immer versucht sie dabei, dem innersten Wesen der sie umgebenden Welt auf die Spur zu kommen und sich mit ihr in Beziehung zu setzen. Verfasst während des Zweiten Weltkrieges wurde “Der lebende Berg” erst kurz vor ihrem Tod veröffentlicht.

Nan Shepherd wurde 1893 im schottischen Peterculter geboren, unterrichtete Englisch am Aberdeen College of Education und verfasste neben Gedichten drei Prosabücher und ein Buch über Bergwandern. Zentrales Motiv ihres schmalen Werks sind die schottische Landschaft und die Gewalten des Klimas. Sie starb 1981 in Aberdeen.

Judith Zander, 1980 in Anklam geboren, studierte Germanistik, Anglistik sowie Mittlere und Neuere Geschichte an der Universität Greifswald, später Lyrik und Prosa am Leipziger Literaturinstitut. Für ihren Roman “Dinge, die wir heute sagten” erhielt sie verschiedene Preise. Zuletzt erschien ihre Prosaminiaturensammlung “Cactaceae” 2014 in der Naturkundenreihe von Matthes & Seitz Berlin.