Kuriose Welten | Lesereihe zu Naturerscheinungen #10: Wolfgang Müller | Sa. 16. April

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Liebe Avantgardist*innen und Naturliebhaber*innen,

wir haben seit längerem verschiedene Bücher des Berliner Autoren, Musikers, Avantgarde-Künstlers und Naturbeobachters Wolfgang Müller in unserem Programm, und freuen uns daher sehr, dass er diesen Samstag im Rahmen unserer Kuriose-Welten-Reihe bei uns lesen wird! „Von der Syntax der Japanmeise und anderen Tiergesängen“ ist der Titel des Abends, und Wolfgang wird mit uns zusammen eine Reise durch sein Schaffen machen – anhand von Tieren und Pflanzen, die in seinen Werken immer eine Rolle spielen. Die Lesung beginnt um 20 Uhr und ist auf deutsch. Wir erlauben uns, einen kleinen Unkostenbeitrag in Höhe von 4 € zu erheben.

Herzlichst,

eure Zabriskies

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In den Werken des Künstlers, Autors und Musikers Wolfgang Müller spielen Tiere und Pflanzen eine zentrale Rolle.  So sind auf seinem ersten Solo-Album “BAT” (1989) die hörbar gemachten Ultraschall-Echolaute einheimischer Fledermäuse zu hören. Blaumeisen, der Riesenalk und nordische Orchideen tauchen in “BLUE TIT – das deutsch-isländische Blaumeisenbuch” (1996) auf. Das Odinshühnchen und Stare, die Kurt Schwitters Ursonate imitieren, erscheinen in “Neues von der Elfenfront – Die Wahrheit über Island” (2007). Die “Urpflanze” tritt im von ihm herausgegebenen Buch „Der Versuch die Metamorphose der Pflanzen zu erklären” in isländischer Erstübersetzung auf (2002), Tigerhai, Mammut und Wal im satirischen Kunstroman “KOSMAS” (2011) und elf ausgestorbene Vogelarten in “Seance Vocibus Avium” (2012). Wie verbinden sich all diese Pflanzen und Tiere in seiner Arbeit? Wolfgang Müller erläutert die Zusammenhänge anhand von kurzen Passagen aus seinen Werken.

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Wolfgang Müller, 1957 geboren, lebt als Künstler, Musiker und Autor in Berlin. Das von ihm herausgegebene Merve-Bändchen Geniale Dilletanten (1982) wurde nicht allein wegen des Rechtschreibfehlers im Titel legendär. Er hat zahlreiche Ausstellungen, Hörspiele und Platten gemacht (unter anderem mit der von ihm mitgegründeten Tödlichen Doris), und ist Autor u. a. der Bücher Hormone des Mannes (1995), Neue Nord-Welt (2005), Valeska Gert. Ästhetik der Präsenzen (2010) und Subkultur Westberlin 1979 – 1989 (2014).

 

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