„Perspektiven des Naturbuchmarkts” “Umwelten. Literatur zwischen Öko- und Technosphäre” – Veranstaltungsort: Literaturforum im Brecht-Haus, Berlin

Präsentiert von Deutschlandfunk Kultur und »Dritte Natur. Technik – Kapital – Umwelt« / Matthes & Seitz Berlin

Projektleitung: Steffen Richter

Mit Jean-Marie Dhur/Lorena Carràs,
Andreas Rötzer und Klaus Fricke
Moderation Jörg Plath

Natur ist im Unterhaltungsroman, in politischen Manifesten, wissenschaftlichen Studien, Ratgebern oder Geschenkbüchern in zunehmendem Maße Bestandteil von Verlagsprofilen geworden. Sogar das Sortiment von Buchhandlungen kann sie bestimmen. Dabei stellen sich Fragen nach der besonderen Ökonomie und den Perspektiven dieses Naturbuchmarkts: Welche Funktionen hat Natur in den verschiedenen Publikationsformen? Gibt es eine spezifische Käuferschicht, die gezielt angesprochen wird? Handelt es sich um einen vorübergehenden Trend oder ist mit seiner Verstetigung zu rechnen?

Die rasante Neuordnung unseres Verhältnisses zu unseren natürlichen und künstlichen Umwelten ist nicht nur Gegenstand der Literatur, sondern literarische Texte treiben diesen Erkenntnis- und Selbsterkenntnisprozess aktiv voran. Als sprachliche Kunstform sind sie geeignet, neue Positionen sowohl diskursiv zu formulieren als auch sinnlich erfahrbar zu machen. Doch welchen Zugang zur Umwelt besitzt Literatur in ihrer Sprachlichkeit? Welche Formen von Nature Writing gibt es? Bildet das Anthropozän besondere Poetiken heraus? Wie geht Literatur mit unsicherem Wissen in der Klimafrage um? Diesen und anderen Fragen gibt die Projektwoche mit Lesungen und Gesprächen ein Forum.