Die eindimensionale Frau

Nina Power

10.00 

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  • Merve Verlag
  • 2011
  • ISBN 9783883962825
  • 112 Seiten
  • Sofcover
  • 17 × 12.2 × 3.5 cm

Wo sind all die interessanten Frauen hin? Würde man den zeitgenössischen Darstellungsformen des Weiblichen glauben, so belaufen sich die aktuellen Errungenschaften einer Frau anscheinend auf den Besitz teurer Handtaschen, eines Vibrators, eines Jobs, eines Appartements und eines Mannes – vermutlich in dieser Reihenfolge. Natürlich muss keiner die Fernsehsendungen, Zeitschriften oder Werbekampagnen ernst nehmen, und viele tun das auch nicht. Aber wie konnte es soweit kommen?

Haben sich die Anliegen der Frauenbewegung des 20. Jahrhunderts in Form von Shopping-Paradiesen für ‚freche‘, selbstverliebte, schamrasierte Playboy-Häschen-Klone erfüllt? Dass der Höhepunkt angeblicher weiblicher Emanzipation so schnurgerade mit dem Konsumdenken zusammenläuft, stellt unserer politisch desolaten Zeit ein erbärmliches Zeugnis aus. Einen großen Teil des zeitgenössischen Feminismus aber, besonders in seiner amerikanischen Ausprägung, scheint dieser Zusammenhang nicht einmal besonders zu beunruhigen. Das vorliegende schmale Buch ist zu einem guten Teil ein Angriff auf den offensichtlichen Verzicht auf jegliches systematische, politische Denken seitens der optimistischen, gut gelaunten Feministinnen von heute. Es enthält eine Reihe von Vorschlägen, wie sich anders über die Veränderungen in der Arbeitswelt, in der Sexualität und in der Kultur nachdenken ließe. Auch wenn diese Ideen angesichts des gegenwärtigen ideologischen Klimas etwas weit hergeholt erscheinen, so können sie doch wichtige Grundlagen für einen zukünftigen Feminismus liefern.

Nina Power, Dozentin für in Philosophie an der Roehampton University in London. Sie schreibt einen Blog mit dem Titel Infinite Thought (www.cinestatic.com/infinitethought/).