Ein Jahr im Sand County

Aldo Leopold

Judith Schalansky (Hg.)

34.00 

Vorrätig

  • Matthes & Seitz Berlin
  • 2019
  • 258 Seiten
  • Flexibler Leinenband

Der hier erstmals vollständig übersetzte und um die wichtigsten Essays ergänzte Almanach des Pioniers des ökologischen Denkens zählt zu den wirkmächtigsten Schriften über die Folgen des menschlichen Eingriffs in das komplexe Zusammenspiel der Wildnis.

Als in den 30er-Jahren auch die bisher größte Dürre in den Great Plains nicht zu einem Umdenken in den USA führt, bricht Aldo Leopold nach Deutschland auf, um im Land seiner Vorfahren Anregungen für eine nachhaltige Forstwirtschaft zu bekommen. Begeistert von den dort entwickelten Ideen, wie der des »Dauerwalds«, versucht er nach seiner Rückkehr deren Umsetzung und beginnt mit der Renaturierung des Geländes rund um eine verlassene Farm mit ausgemergeltem Boden am Wisconsin River in Sand County. Seinen Aufzeichnungen über die sich von Monat zu Monat wandelnde Landschaft folgen kurze Prosatexte, die er während seiner über 40 Jahre währenden Forschungen in den Wäldern von Arizona, Oregon und Manitoba verfasst hatte. Seine heute noch drängenden philosophischen Fragen zum Naturschutz beschließen diese so eigenwillige wie prophetische Naturethik eines sich zeitlebens für die Erhaltung von Wildnisgebieten einsetzenden Visionärs.

»Das bedeutendste Buch des 20. Jahrhunderts über Umwelt.« – Nature Study

Übersetzung: Jürgen Brôcan

Aldo Leopold, geboren 1887 im Südwesten der USA, gilt als der Pionier ökologischen Denkens im 20. Jahrhundert. Als einer der ersten amerikanischen Förster arbeitete der Forstwissenschaftler, Wildbiologe, Jäger und Ökologe nach seinem Studium an der Yale University von 1909-28 für den US Forest Service. Bereits 1923 formulierte er eine Ethik der Nachhaltigkeit. Auf sein Drängen hin wurde 1924 das erste nationale Wildnisgebiet des Landes , die Gila Wilderness Area in New Mexico, gegründet. Von 1933 bis zu seinem Tod lehrte er an der University of Wisconsin. Als Direktor der Audubon Society setzte er sich zeitlebens für die Erhaltung von Wildtier- und Wildnisgebieten ein, und gründete 1935 die Wilderness Society. Seine Forschungen mündeten in die Gründung des Grand Canyon Nationalparks und des National Wildlife Refuge Systems, einem aus über 500 Schutzgebieten bestehendem Netz natürlicher Lebenräume. Er starb 1948 in den USA. 1949 erschien A Sand County Almanac, das eines der einflussreichsten Bücher in der Geschichte des amerikanischen Natur- und Umweltschutzdenkens werden sollte und für das er 1977 posthum mit der John-Burroughs-Medaille ausgezeichnet wurde.