Ermunterung zum Genuss: Kleine Prosa

Franz Hessel

22.00 

Nicht vorrätig

  • Brinkmann & Bose
  • 1981
  • ISBN 9783922660033
  • 275 Seiten
  • Broschiert
  • 18 × 12 × 3 cm

„Eine Literarische Mahlzeit, nahrhaft wie Märchen“, nannte Walter Benjamin Hessels Prosa. „Ermunterung zum Genug“ steht programmatisch über dieser Sammlung. Geschichten, die beides vereinigen, die Kunst des Erzählers und die Lebenskunst, Kindheitserinnerungen, Städtebilder, Liebesgeschichten. Hessel verstand es, jedem Ding seine Aura zu schenken. Er war in Paris wie in Berlin zu Hause.

Franz Hessel, geb. 1880 in Stettin als Sohn einer großbürgerlichen jüdischen Familie, aufgewachsen im ‚Alten Westen‘ Berlins, lebte Anfang des 20. Jahrhunderts im München des George-Kreises, am Vorabend des ersten Weltkriegs im Paris der Künstler und Kunstgenossen im Umkreis des Café du Dôme am Montparnasse und im Berlin der 1920er Jahre: der Erzähler, Feuilletonist, Herausgeber, Casanova-, Balzac- und zusammen mit Walter Benjamin Proust-Übersetzer, Kritiker und Lektor (im Verlag von Ernst Rowohlt) war im Jahrzehnt vor 1933 eine Institution im literarischen Berlin. Und er war ein Meister der ‚Kunst des geselligen Lebens‘ (nach dem Vorbild des von ihm so gern zitierten Wahlverwandten K. A. Varnhagen): nahe literarische und menschliche Freundschaften verbanden ihn mit Karl Wolfskehl,Walter Benjamin, Alfred Polgar, Ringelnatz, Hans Siemsen, Mascha Kaléko, dem Typographen E. R. Weiß, der Bildhauerin Renée Sintenis, dem Zeichner Rudolf Großmann Franz Hessel flüchtete 1938 nach Paris und starb 1941 im Exil in Sanary-sur-Mer.