Kyoto – Klänge des Kosmos

Shin Nakagawa

12.50 

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  • Merve Verlag
  • 2000
  • ISBN 9783883961606
  • 154 Seiten
  • Taschenbuch
  • 17 × 12 × 1.2 cm

Aus dem Japanischen von Sabine Mangold und Nanae Suzuki.

Nakagawa beschreibt eine Klangtopografie, in der die Geschichte und Einzigartigkeit der Stadt Kyoto, des ehemaligen Kaisersitzes, den Lesern vor Augen geführt wird. Dabei werden die bislang in Europa eher unbekannten Klänge Japans hörbar: die vom verfeinerten Gehör der Adligen vor 1000 Jahren gehörten Naturklänge, das nach den Himmelsrichtungen kunstvoll bestimmte Klangsystem der Tempelglocken bis hin zum berauschenden Rhythmus der aufkommenden unteren Gesellschaftsschicht. Die Klangreise Japans führt weiter durch die Welt der Teezeremonie im Mittelalter hin zum traditionsreichen Ensemble des Kyoto-Gion-Festivals von heute.

„Shin Nakagawa entwirft am Beispiel Kyotos eine Kulturgeschichte der Klänge: Der Musikwissenschaftler geht der Frage nach, welche Bedeutung die Menschen im alten Japan auditiven Phänomenen gaben. Von verschiedenen Seiten versucht er, sich „ihrem Gehör ein wenig zu nähern“ und das akustische Milieu der ehemaligen Hauptstadt zu rekonstruieren. Er benutzt dazu literarische und geschichtliche Quellen, begibt sich auf eine Zeitreise zu traditionellen Festen und Totenfeiern und auf Spurensuche zu den erhaltenen Tempeln.“ – Steffen Gnam, FAZ