Scherben – Musik, Politik und Wirkung der Ton Steine Scherben

Wolfgang Seidel (Hg)

14.90 

Vorrätig

  • Ventil Verlag
  • 2005, 2. Aufl. 2008
  • ISBN 978-3-931555-94-8
  • 252 Seiten
  • Taschenbuch
  • 23 × 15.5 × 1.8 cm

Kaum eine andere Band spiegelt den Aufbruch einer jungen Generation und ihren kompromisslosen Bruch mit einer als reaktionär empfundenen Republik dermaßen wider wie die Ton Steine Scherben.

Heute werden die Band und ihr charismatischer Sänger Rio Reiser gerne verklärt. Wolfgang Seidel wirkt diesem Mythos entgegen: Als Herausgeber hat er Zeitzeugen versammelt, politische Aktivisten der 1970er und Freunde der Band, deren Erinnerungen die Vergangenheit noch einmal lebendig werden lassen.

Das Buch ist allerdings weitaus mehr als nur eine Bandgeschichte. Es bietet einen Überblick über die Mentalität der westdeutschen Linken in den 1970er und 1980er Jahren und reicht zudem bis in die Gegenwart hinein: Welche Wirkung hatten Ton Steine Scherben auf die musikalische Protestkultur? Welche Bedeutung hatten sie für Jugendliche in der DDR? Wie hat sich linker Protest nach dem Mauerfall verändert?

Aus dem Inhalt:
Yesterdays Scherben; Die Sache mit Früher. Oder: Wie kann man eigentlich über Freiheit reden?; Berlin und die Linke in den 1960ern. Die Entstehung der Ton Steine Scherben; Wie die Scherben in den Osten kamen; Das Zodiak am Halleschen Ufer; Der Kampf ums eigene Jugendzentrum; Wassermänner und Mondkälber; »Die haben immer so psychedelische Experimente gemacht.«; Der Duft vom frischen Heu; »Unsere Lieder sind einfach, damit viele sie mitsingen können.« Zur Sprache der Scherben; Lechts und Rinks sind nicht zu verwechseln. Aufklärung über einen weitverbreiteten Irrtum; Sklavenhändler im Callcenter. Warum die Scherben immer noch junge Menschen inspirieren und deshalb sogar Webseiten entstehen …

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