Tannen – Ein Portrait

Wilhelm Bode

20.00 

Vorrätig

  • Matthes & Seitz Berlin
  • 2020
  • ISBN 9783957579485
  • 155 Seiten
  • Gebunden
  • 18.5 × 12.5 × 1.3 cm

Können Sie eine Tanne von einer Fichte unterscheiden? Wilhelm Bode erzählt eine überraschende Kulturgeschichte des vermeintlich bekanntesten Baums.

Jeder kennt den immergrünen Nadelbaum, doch nicht selten ist das, was wir freimütig als ›Tannenbaum‹ besingen, bloß eine Fichte, die als forstlicher Allerweltsbaum und als Pseudotanne in den weihnachtlichen Stuben stand. Der feierlich geschmückte Christbaum, der an das Licht der Welt erinnert, ist eine deutsche Erfindung vor 200 Jahre, die sich über die Welt ausbreitete. Dass alte Tannen charaktervolle, höchst individuelle Storchennest-Kronen ausbilden, lässt sie als mächtige Boten aus der Frühzeit unserer Pflanzenwelt erscheinen. Wilhelm Bode zeichnet die folgenreiche Verdrängung der Tannen aus unseren Bergmischwäldern nach: In der Romantik zum Weltenbaum überhöht und von der industriellen Forstwirtschaft durch die Fichte verdrängt, ist die Tanne heute zum Hoffnungsbaum geworden, denn sie erträgt trockene Sommer in ihrem natürlichen Mehrgenerationenhaus eines Laubmischwaldes gut. So ist sie nicht zuletzt eine Ermahnung an die Forstwirtschaft, den Wald als lebendiges Ökosystem, nämlich als ein Kontinuum aus Raum und Zeit, kahlschlagfrei zu bewirtschaften.

Leseprobe

Wilhelm Bode, 1947 in Westfalen geboren, ist Jurist und Diplom-Forstwirt, leitete die Landesforstverwaltung und die oberste Naturschutzbehörde des Saarlandes. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher und Beiträge zur Zukunft des Waldes, der Jagd und der Forstwirtschaft, unter anderem in der Reihe Naturkunden Portraits über Hirsche und Tannen.

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