Wie ich ein Baum wurde

Sumana Roy

28.00 

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  • Matthes & Seitz Berlin
  • 2020
  • ISBN 9783957578587
  • 267 Seiten
  • Gebunden
  • 23 × 15 × 2 cm

Naturbetrachtung ist kein europäisches Genre, die Bengalin Sumana Roy öffnet uns die Augen für eine andere Ansicht der Natur

Sumana Roy will im eigenen Rhythmus leben, in der Gegenwart, in der Baumzeit. Denn in den Wäldern und Hainen findet sie Ruhe statt Lärm, Einfachheit statt Überfluss, Selbstlosigkeit statt Eigennutz und statt gesellschaftlicher Zwänge die individuelle Souveränität fest verwurzelter Pflanzen. Sie kündigt ihre Stellung als College-Professorin, um sich ganz ihrer Baumbesessenheit hinzugeben, und findet Gleichgesinnte und Entsprechungen ihrer Sehnsucht in bengalischen Märchen, indischen und griechischen Mythen und Ritualen, in denen Menschen mit Bäumen verheiratet werden. Eigene Kindheitserinnerungen mit Kulturgeschichte und indische Dichtung mit Erkenntnissen aus Religion und Wissenschaft verwebend, gerät Sumana Roys Spurensuche zu einer weitverzweigten Meditation über das Wesen der Menschen und Bäume, in der das subtile Muster ihres Schreibens dem Schattenwurf des bewegten Geästs einer Braumkrone folgt und tatsächlich die Utopie eines anderen Lebens erahnen lässt.

Leseprobe

Sumana Roy
schreibt in Siliguri, einer indischen Kleinstadt im Schatten des Himalaja. Ihr erstes Buch How I became a Tree erschien 2017. Es war für die beiden wichtigsten Literaturpreise Indiens, den Shakti Bhatt First Book Prize 2017 und den Tata Live! First Book Prize 2017, nominiert. Zu ihren weiteren Veröffentlichungen zählen Missing (2018), Animalia Indica: The Finest Animal Stories in Indian Literature (2019) sowie der Gedichtband Out of Syllabus (2019).