Der Habicht

Terence Hanbury White

30.00 

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  • Matthes & Seitz Berlin
  • 2019
  • ISBN 978-3-95757-642-2
  • 188 Seiten
  • Gebunden
  • 23.5 × 16 × 1.4 cm

»Der Habicht ist ein Buch über einen Mann und einen Greifvogel und ebenso eine Fabel über das Selbstsein und die Ausübung von Macht. Man kann es als Abhandlung zum Wesen der Freiheit, der Erziehung, der Macht, des Kriegs, der Geschichte, der Klassenzugehörigkeit, der Versklavung, der englischen Landschaft und der Irrungen und Wirrungen des menschlichen Herzens lesen, denn all das ist es und noch viel mehr.« So beschreibt Helen Macdonald dieses in Tagebuchform verfasste Buch über Whites Versuch, einen Habicht zu zähmen, den wildesten aller Raubvögel. Ausgerüstet mit nichts als einem Falknerbuch aus dem 16. Jahrhundert stellt er sich der schieren Urgewalt des Vogels: Der ruchlose und doch unschuldige Jäger entspricht seinem Idealbild des einsamen Einzelgängers, der er selbst war. Die Zähmung wird zu einem metaphysischen Kräftemessen – White will mit dem Vogel auch sein eigenes launisches Wesen bändigen. Letztendlich wird er lernen, dass dem Freiheitsdrang der Natur kein Einhalt zu gebieten ist. Sein schonungsloser Bericht erscheint hier zum ersten Mal auf Deutsch und gehört zu den intensivsten Beschreibungen der Begegnung zwischen Mensch und Tier überhaupt.

 

Terence Hanbury White wurde 1906 in Bombay, Indien geboren. Zwischen 1930 und 1936 arbeitete er als Englischlehrer an einer staatlichen Schule und begann, nebenbei zu schreiben. Mit der vierbändigen Romanserie über die Artussage Der König auf Camelot gelang ihm ein beachtlicher Erfolg. Der erste Teil wurde 1963 unter dem Titel Die Hexe und der Zauberer von Walt Disney verfilmt. Seine späteren Lebensjahre verbrachte White zurückgezogen auf der Kanalinsel Alderney. 1964 erlitt er während einer Schiffsreise einen Herzinfarkt und starb auf See in der Nähe von Athen.

 

Originaltitel: The Goshawk (Englisch)

Übersetzung: Ulrike Kretschmer