Die kosmische Schlange

Jeremy Narby

20.00 

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  • Klett-Cotta Verlag
  • 2016
  • ISBN 9783608947656
  • 268 Seiten
  • Taschenbuch
  • 21.00 x 13.00 x 2.5 cm

Seine visionären Erfahrungen bei Schamanen im südamerikanischen Urwald schildert Jeremy Narby, ein kanadischer Anthropologe. Unter dem Einfluß von Drogen eröffnet sich ihm das Wissen der Indianer: Imaginativ, phantastisch, ganzheitlich symbolisiert als Schlange eröffnen die Drogen- und Trancerituale eine Bewußtseinserweiterung, die zu den Ursprüngen des Lebens, des Kosmos und der modernen Wissenschaften, insbesondere der Molekularbiologie führt.

Äußerst skeptisch reagiert der Anthropologe Jeremy Narby, als er von der bewußtseinserweiternden Wirkung halluzinogener Drogen hört, von denen »Ayahuasca« mittlerweile als Designerdroge gehandelt wird. Diese Droge versetzt in Trance, beeinflußt und verändert Wahrnehmung und Erkennen. Narby nimmt an den Tranceritualen teil; es eröffnet sich ihm eine völlig unbekannte, bilderreiche Wissenskultur. Von Schamanen gelehrt ist dieses mündliche Wissen noch nie schriftlich fixiert worden. Jeremy Narby unternimmt den ersten Schritt, das einzigartige Wissen über Drogen, Gifte und Heilpflanzen, für das sich besonders westliche Pharmakonzerne interessieren, zu erschließen.

Der Autor begibt sich auf eine tranceähnliche innere und äußere Reise. Er entfaltet das unerschöpfliche Wissen um die tropische Pflanzenwelt, das ihn zu den Ursprüngen modernen Wissens führt, und appelliert engagiert, dieses Wissen der Indianer zu schützen.

Inbegriff und häufigstes Symbol für die Einsicht in die Natur, ihren Aufbau und ihre Wirkung ist die kosmische Schlange. Sie symbolisiert die Doppelhelix, das Modell der Gen-Struktur, und steht für das biologische und kosmische Wissen des Menschen überhaupt. Die Schlange verkörpert seit Urzeiten zwei Symbole: Heilung und Tod, Kosmos und Chaos, Verständnis und Vernichtung des Lebens. In südamerikanischen Mythen verkörpert die Schlange das Wissen vom Leben; sie verbindet Natur und Kosmos miteinander.

»Das Wagnis, das wir mit der Droge eingehen, besteht darin, daß wir an einer Grundmacht des Daseins rütteln.«
Ernst Jünger, Drogen und Rausch