Die verlorenen Wörter

Robert Macfarlane

38.00 

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  • Matthes & Seitz Berlin
  • 2018
  • ISBN 978-3-95757-101-4
  • 100 Abbildungen
  • 134 Seiten
  • Gebunden
  • 34 x 23 x 2 cm

Eisvogel, Brombeere, Zaunkönig – was, wenn die Wörter für die lebendige Natur unbemerkt aus der Sprache, den Märchen und Geschichten, der Wirklichkeit verschwänden? Was wir nicht benennen, können wir nicht wertschätzen. Dieses Buch ist der Gegenzauber zu Beton, Feinstaub und Entfremdung. Die prächtigen Aquarelle von Jackie Morris weisen den Weg in einen geheimen Garten, zu dem jeder den Schlüssel besitzt. Glockenblume, Efeu und Lärche harren gleich vor unserer Haustür ihrer Neu- und Wiederentdeckung. Golden strahlt der Löwenzahn auf dem Fußballplatz, neugierig betrachtet uns der Star von seiner Ehrenloge auf dem Telefonmast. Robert Macfarlanes von Daniela Seel ins Deutsche gebrachte Verse erkunden zart und zugleich mit spielerischer Wildheit die kapriziösen Blätter des Farns, den verführerischen Glanz einer frisch aus der Hülle gebrochenen Kastanie und die majestätische Ruhe des Reihers, sie steigen mutig hinab ins Nest der Schlange und betten sich auf den rauen Kissen der Heide. Und irgendwo dort, zwischen satten Farben und traumversunkenen Zeilen, entdecken wir sie vielleicht – die verlorenen Wörter.

Pressestimmen

»Der Berliner Verlag Matthes und Seitz hat ›Die verlorenen Wörter‹ jetzt in ihrer ganzen Pracht auf Deutsch herausgebracht kongenial und mit großen Rafinesse übertragen von der Lyrikerin und Cookbooks-Verlegerin Daniela Seel.«
SWR 2 Lesenswert Magazin

»Nicht nur als eines der schönsten Weihnachtsgeschenke 2018 geeignet […] ein wunderschön illustriertes Kinderbuch der bis ins hohe Alter verzaubernden Art.«
– Alf Mayer, culturmag

Robert Macfarlane, geboren 1976 in Nottinghamshire, studierte Literaturwissenschaft in Cambridge, und begann schon als Kind mit dem Bergsteigen. Sein erstes Buch Mountains of the Mind (2003) erhielt zahlreiche Preise, darunter den Somerset Maugham Award. Nach einer wissenschaftlichen Arbeit über Plagiate im 19. Jahrhundert veröffentlichte er 2007 The Wild Places. Es wurde von Kritik und Publikum gefeiert und zur Grundlage einer bbc-Dokumentation. 2012 erschien die Fortsetzung Old Ways. 2011 wurde Macfarlane, der auch als Essayist und Kritiker für den Guardian tätig ist, zum Mitglied der Royal Society of Literature ernannt. Er wurde mit dem BAMB Beautiful Book Award 2017, dem Hay Festival Book of the Year und dem The Sunday Times Top Ten Bestseller ausgezeichnet. Macfarlane gilt als wichtigster britischer Autor des Nature Writings. Im März 2015 erschien Landmarks; Robert Macfarlane untersucht darin die Verbindung von Sprache und Natur. In deutscher Sprache erschienen bei Matthes & Seitz Berlin bislang Karte der Wildnis, Alte Wege und Die verlorenen Wörter, welches mit dem BAMB Beautiful Book Award 2017, dem Hay Festival Book of the Year und dem The Sunday Times Top Ten Bestseller ausgezeichnet wurde.

Illustration: Jackie Morris 1961 in Birmingham geboren, lebt als freie Autorin und Kunstlerin in Wales. Ihre Illustrationen zu Verlorene Wörter wurden mehrfach ausgezeichnet und brachten dem Buch u. a. den von britischen Buchhandlern vergebenen Titel Schönstes Buch des Jahres ein.

Judith Schalansky, geboren 1980 in Greifswald, studierte Kunstgeschichte und Kommunikationsdesign und lebt als freie Schriftstellerin und Buchgestalterin in Berlin. Sowohl ihr Atlas der abgelegenen Inseln (mare, 2009) als auch ihr Bildungsroman Der Hals der Giraffe (Suhrkamp, 2011) wurden von der Stiftung Buchkunst zum »Schönsten deutschen Buch« gekürt. Seit dem Frühjahr 2013 gibt sie die Reihe Naturkunden heraus.

Übersetzung: Daniela Seel 1974 in Frankfurt am Main geboren, ist Verlegerin des unabhangigen Verlags kookbooks, Übersetzerin und Lyrikerin. Zuletzt erschien ihr Gedichtband »was weißt du schon von prärie« (kookbooks). Daniela Seel lebt in Berlin.