Locus Solus

Raymond Roussel

36.00 

Verfügbar bei Nachlieferung

  • Die Andere Bibliothek
  • 2012
  • ISBN: 9783847703297
  • Gebunden im Schutzkarton; Limitierte Ausgabe; Fadenheftung und Lesebändchen
  • 22 × 13 × 3.5 cm

In der Druckfassung von 1914 und ergänzt durch Episoden aus der erstmals veröffentlichten „Urfassung“: Von Stefan Zweifel entziffert, kommentiert und aus dem Französischen übertragen.

»Locus Solus« – der 1914 erstmals erschienene legendäre Roman von Raymond Roussel. Ein Wortuniversum, in dem das Werk des exzentrischen französischen Autors seinen Höhepunkt erreicht. Seit Jahrzehnten nicht mehr veröffentlicht, ist »Locus Solus« nun wieder zugänglich, bereichert mit Kommentierungen, Abbildungen, einer Chronologie und einem Nachwort.

Zum literarischen Ereignis wird diese Neuentdeckung durch Episoden aus einer »Ur­fassung«, die auch auf Französisch noch nie veröffentlicht wurden. Wir lesen von »Bertha das Blumenkind« oder von »Flio – im Mondschatten der Liebe«. Stefan Zweifel, Übersetzer, Publizist und einer der großen Kenner der französischen Literatur, hat sie entziffert und übertragen.

»Locus Solus« heißt der 1914 erstmals erschienene Roman von Raymond Roussel – in dem das Werk eines exzentrischen Autors seinen Höhepunkt erreicht. »Locus Solus«, ein Wortuniversum, in dem sich der Surrealismus in Literatur und Kunst ankündigt und der Sprache ein neuer Raum eröffnet wird, hat seit seiner Veröffentlichung vor bald einem Jahrhundert nichts von seiner legendären Magie verloren. »Bei mir ist die Phantasie alles«, bekannte Raymond Roussel, er lebte es, er schrieb es – und in »Locus Solus« formt er seine puren Imaginationen zu einem visionären Sprachschauspiel.

»Niemand war so dicht den Geheimnissen auf der Spur, die das menschliche Leben lenken«, schrieb Michel Leiris. André Breton nannte ihn den »größten Magnetiseur der modernen Zeit«, und für Jean Cocteau war er ein »Genie von vollkommener Reinheit«. Zu den Bewunderern gehörten auch Francis Picabia und Marcel Duchamp, Philippe Soupault und Louis Aragon, Robert Desnos, Paul Éluard, André Gide und Marcel Proust, Max Ernst, Salvador Dalí und Michel Foucault oder Jim Jarmusch: »I love Roussel«.

»In seinen so instruktiven wie spannend zu lesenden Kommentaren führt Zweifel behutsam durch und hinter die Kulissen dieser gewaltigen Junggesellenmaschine, die die so abstrus-verwunderlichen Geschichten und Erfindungen von Locus Solus hervorbringt, die sich jedem Versuch einer Zusammenfassung widersetzen. … Stefan Zweifels gediegene Ausgabe der Erzählungen aus dem Märchengarten Locus Solus gibt Gelegenheit, diesen literarischen Paradiesvogel neu zu entdecken.« – Jürgen Ritte, NZZ