Nolde und ich – Ein Südseetraum

Hans Christoph Buch

18.00 

Verfügbar bei Nachlieferung

  • Die Andere Bibliothek
  • 2013
  • ISBN: 9783847730033
  • 128 Seiten
  • Klappenbroschur
  • 21.2 × 12.4 × 1.2 cm

Ein Stück deutscher Kolonialgeschichte und längst nicht mehr ein exotischer Sehnsuchtsort: Papua-Neuguinea. Auch der Maler Emil Nolde reiste kurz vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs nach damals Deutsch-Neuguinea mit dessen erster Hauptstadt Friedrich-Wilhelmshafen.

Hans Christoph Buch, dessen scharfsischtige Reportagen immer Erkenntnis garantieren, sucht die Spuren einer deutschen Geschichte.

»Den Naturvölkern gegenüber haust Europa mit barbarischer Mordgier, Völker und Rassen vernichtend – unter dem Deckmantel der Zivilisation. Raubtiere kennen kein Mitleid – wir Kulturmenschen noch weniger.« Emil Nolde

Der expressionistische Maler Emil Nolde, der im Ruf eines fanatischen Antisemiten stand, reiste mit seiner Frau Ada auf abenteuerlichen Wegen in die Südsee: über Russland, Japan und China nach Deutsch-Neuguinea als Teilnehmer einer 1913/1914 stattfindenden Expedition. Emil Nolde war als Zeichner verpflichtet worden. Deutsch-Neuguinea wurde ihm zum Schlüsselerlebnis auf dem Weg zum eigenen künstlerischen Stil – und er entdeckte die Liebe.

»Ja, so könnte es gewesen sein, aber nein, so war es nicht.« Hans Christoph Buch verbindet die Erhellung der Reise Emil Noldes vor einhundert Jahren mit Momentaufnahmen des heutigen Papua-Neuguinea – »…und das liegt näher als Du denkst«, lautet der Werbeslogan der Niugini Airways.

Eine ganz andere Perspektive auf das Land eröffnet die Geschichte Queen Emmas, einer grandiosen Unternehmerin, halb Amerikanerin, halb Samoanerin, die es zu sagenhaftem Reichtum brachte und ein legendäres Leben in der besseren Südsee-Gesellschaft führte. Sie starb im selben Jahr, in dem Nolde zu seiner Reise in die Südsee aufbrach.

Personen, so fabuliert-fiktiv wie realistisch scharf nachgezeichnet, die sich im Raum, aber nicht in der Zeit treffen und gemeinsam das Bild eines unbekannten Landes entwerfen – auch ein Stück deutscher Kultur- und Kolonialgeschichte am Vorabend des Ersten Weltkriegs.