Prinzipien von An-archie

Paul Valéry

16.00 

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  • Matthes & Seitz Berlin
  • 2019
  • ISBN 978-3-95757-534-0
  • Softcover, Klappenbroschur
  • 17.9 × 12.5 × 0.7 cm

Freiheit, Tyrannei, »Volk« und Monarchie – Themen, die Paul Valéry zwischen 1936 und 1938 in einem separat geführten Carnet notierte, das parallel zu seinen legendären, lebenslangen Cahiers entstand. In den historischen, zeitgeschichtlichen, politischen Aperçus und Kurztexten geht es ihm darum, Tiefenstrukturen anarchischen Denkens und Handelns aufzuspüren: um eine Kritik von Staatsformen, problematische Grundfragen zu Nation und Gesellschaft, zu Souveränität und Autorität, zu Macht, Gewalt und Angst, um Rechtsformen und Rechtsprechung – wie auch um deren historische Akteure, etwa Napoleon, Trotzki, Hitler oder den Zufall. Seine Überlegungen sind hellsichtig und überraschend; geschrieben in einer Vorkriegszeit, verbinden sie sich erschreckend direkt mit unserer Gegenwart

Reihe: Fröhliche Wissenschaft Bd. 142
Originaltitel: Les Principes d’anarchie (Französisch)
Übersetzung: Jürgen Schmidt-Radefeldt

Paul Valéry, 1871 in Sète geboren, war einer der wichtigsten französischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Der Lyriker, Philosoph und Essayist feierte mit den Titeln Monsieur Teste, Léonard de Vinci, La jeune Parque (1917), Charmes (1922) und Mon Faust erstaunliche Erfolge und erlangte in den Zwanzigerjahren großen Ruhm als Freund Rilkes und »Klassiker der Moderne«. Valéry war seit 1926 Mitglied der Académie française, wirkte auch in der Coopération intellectuelle des Völkerbunds mit und hatte ab 1937 einen Lehrstuhl für Poetik am Collège de France inne. Er starb 1945 in Paris.