Tagebuch II

Henry David Thoreau

26.90 

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  • Matthes & Seitz Berlin
  • 2017
  • ISBN 978-3-95757-171-7
  • 377
  • Gebunden

Henry D. Thoreaus Hauptwerk ist nicht »Walden« oder »Über den zivilen Ungehorsam«, sondern sein Tagebuch, das er als 20-Jähriger begann und bis wenige Tage vor seinem Tod 1861 führte. Darin notierte er Beobachtungen, die zu den bedeutendsten Naturschilderungen der Weltliteratur zählen, aber auch Gedanken und Reflexionen, die ihn als ganz eigenständigen philosophischen Kopf erkennen lassen. Durch die Lektüre wird deutlich, dass Natur und Politik wie Zurückgezogenheit und der Wunsch nach gesellschaftlicher Veränderung eine Einheit bilden. Stille, Unabhängigkeit, Antimaterialismus, Armut, Antiprüderie, Askese, Selbstdisziplin und mystische Suche sind neben überwältigend präzisen und gleichzeitig poetischen Beschreibungen des Lebens, der Natur, der großen und kleinen Lebewesen die bestimmenden Themen dieses Werks. Während dieses große Tagebuchwerk in Amerika Generationen von Künstlern und Schriftstellern beeinflusste und heute eine überwältigende Renaissance erlebt, ist es in Deutschland nahezu unbekannt. Unsere Ausgabe lädt ein, dieses Meisterwerk zu entdecken und Thoreau unzensiert zu erleben.

Henry David Thoreau (1817–1862), einer der Urväter des Nature writing, war Privatsekretär von Ralph Waldo Emerson und baute auf dessen Waldstück beim Waldensee eine Blockhütte, in der er zwei Jahre lebte und darüber ›Walden oder Leben in den Wäldern‹ schrieb. Als er verhaftet wurde, weil er vier Jahre keine Wahlsteuern gezahlt hatte, verfasste er den Essay ›Über die Pflicht zum Ungehorsam gegenden Staat‹. Bis heute übt er großen Einfluss auf Generationen von Schriftstellern und Künstlern aus und dient als Vorbild für »zivilen Ungehorsam«.