Vineland

Thomas Pynchon

10.99 

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  • Rowohlt
  • 1995
  • 8. Auflage 2012
  • ISBN 978-3-499-13628-3
  • 480 Seiten
  • Taschenbuch
  • 19 × 11.6 × 3.2 cm

Pynchons vierter Roman erschien 1990 und gilt als sein zugänglichstes Werk, da es vergleichsweise konventionell verfasst wurde. Sein Titel spielt auf den hoffnungsvollen Namen Vinland an, den die wikingischen Entdecker Amerika gaben. Der Roman Vineland ist somit eine Jeremiade, die das Versprechen eines paradiesischen Amerika der sozialen Realität der 1980er Jahre gegenüberstellt. Pynchon zeichnet das trostlose Bild einer Gesellschaft, die von Reaganomics, dem Fernsehen und Shopping-Malls geprägt ist.

Vineland kann dem Genre Gesellschaftsroman zugeordnet werden, da er der drei Generationen und 40 Jahre kalifornischer Geschichte umspannt. Die Taugenichts-Figur Zoyd Wheeler lebt mit seiner 14-jährigen Tochter Prairie in der Gegend nördlich von San Francisco, umgeben von Althippies und anderen Gestalten, die sich gesellschaftlichen Konventionen versagen. Die Rückkehr der untergetauchten Mutter Prairies, der vom FBI gesuchten Frenesi Gates, macht die beiden selbst zu Gehetzten. In Rückblenden wird von Frenesis Verwicklungen mit der radikalen Studentenbewegung der 1960er Jahre und auch von der Unterdrückung der amerikanischen Arbeiterbewegung während der 1930er Jahre berichtet.