Welt aus Mauern – Eine Kulturgeschichte

Tobias Prüwer

12.90 

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  • Verlag Klaus Wagenbach
  • 2018
  • ISBN 978-3-8031-2796-9
  • 152 Seiten
  • Broschiert
  • 19.5 x 12.5 x 2.5 cm

Mauern werden von Menschen errichtet, überwunden, zum Einsturz gebracht und danach umso höher gebaut. Mauern schützen, hegen ein, grenzen ab und sperren aus. Was geschieht mit den Menschen, die sie gebaut haben, und denen, die vor oder hinter einer Mauer leben?

Auf der Mauer, auf der Lauer liegt die ganze Menschheit. Der Mauerbau, das Errichten von Wällen und Zäunen, zieht sich durch die Zivilisationsgeschichte. Ob als Schutz vor Wind und Wetter, Wild und Wilden oder als Zwinger und Kerker – Mauern signalisieren nach innen Macht und Stärke und zeigen sich nach außen als Herausforderung. Sie bieten Sicherheit, sie schirmen ab, sie trennen zwischen Natur und Kultur, zwischen Privatem und Öffentlichem, und sind zugleich durchlässig.

Nach dem Fall der Mauer 1989 schienen Nationen und Grenzen in Europa an Bedeutung zu verlieren. Inzwischen aber schotten Staaten sich wieder ab, Europa erscheint als Festung, viele Kilometer Mauer werden weltweit neu gebaut. Doch wo Mauern entstehen, will man sie einreißen.

Tobias Prüwer erzählt die Kulturgeschichte der Mauer in all ihren Facetten von Stadt- und Staumauer, Wehranlage, Ghetto, Fabrikmauer und Paradiesgarten, bis hin zu den jüngsten, unrühmlichen Beispielen der Gated Communities, Abwehr von Migranten und der zunehmend unsichtbaren Mauern, die den öffentlichen Raum durchschneiden. Und er fragt, was Mauern über den Zustand der Welt verraten und wie sie auf die Menschen, die sie errichtet haben, zurückwirken.

Tobias Prüwer, geboren 1977 in Erfurt, studierte Philosophie und Geschichte in Leipzig und Aberdeen. Er lebt als Journalist und freier Autor in Leipzig und ist unter anderem Mitverfasser des »Wörterbuchs des besorgten Bürgers«, einer bissigen Analyse des Sprachgebrauchs der Rechtspopulisten.

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